Bremsen

Die Bremsen beim MX-5 Typ nc sind eigentlich ganz OK, haben nur zwei Nachteile, sie rosten sehr schnell und bei starker Belastung verformen sich die vorderen Bremsscheiben, werden wellig und das Lenkrad fängt an zu zittern. Dem kann man entgegen wirken, hier helfen Tarox Bremsscheiben vom Typ Zero. Dieses sind handelsübliche Bremsscheiben, die bei Tarox in Italien sehr aufwändig wärmebehandelt werden. Danach werden sie von Hand nachbearbeitet. Der Vorteil, sie sind eintragungsfrei und weisen bei Beanspruchung keinerlei Verzug mehr auf. Ich fahre die Kombination mit EBC Greenstuff Bremsbelägen. Das ergibt eine noch bessere Bremsleistung, haben sie doch einen höheren Reibwert, als die Serienbeläge. Auf Grund der Materialzusammensetzung rostet diese Kombi auch nicht mehr so schnell fest!

Die hintere Bremse: So sieht sowas mit Serienmaterial nach 12 Monaten Laufzeit und dem salzigen Winter 2010 aus.

Das Ganze wurde entrostet, metallisch blank gereinigt und die Blechteile danach in Silbermetallic matt lackiert.

Nun wurde die hintere Taroxbremsscheibe sauber vermittelt montiert und zur weiteren Montage mit 2 Radmuttern und Unterlegscheiben manuell fixiert, so fällt sie nicht mehr ab und bleibt in Position.

Nun wird der hintere Bremskolben, der selbstverständlich gereinigt wurde, vorsichtig mit einem Spezialwerkzeug zeitgleich gedreht und zurück geschoben. Das Werkzeug macht dies automatisch. Das ist wichtig, weil durch bloßes Zurückdrücken der Verstellmechanismus der Handbremse, die auf den Kolben wirkt, zerstört wird! Dreht den Kolben so, dass die Nut senkrecht und mittig zu sehen ist. Das ist wichtig für den Einbau der Beläge, sie weisen einen Stift auf, der beim Einbau zwingend sauber in eben diese Nut fassen muss, sonst sitzt der innere Beleg schief, die Bremse arbeitet nicht korrekt!!

Hiernach werden die neuen Bremsbeläge korrekt eingesetzt. Sie sind natürlich an den Anlageflächen mit speziellem Fett, hier ATE Plastilube, vorsichtig und dünn gefettet.

Hier ein Bild vom Nut, der, rot gekennzeichnet, sauber mittig sitzt! In diesen Nut fasst der Stift des inneren Brembelages!

Anbei ein Bild von IL-Motorsport, wo man diesen Nut sehr gut sehen kann.

Achtet ihr nicht darauf, so quetscht sich dieser Stift ab, so wie im nächsten Bild. Keine Angst, dieser Belag wurde ausgetauscht, auch war nicht ich derjenige, der diese mangelhafte Montage vorgenommen hat, sondern eine Mazda-Vertragswerkstatt, meine ehemalige Werkstatt. Bei dieser Revision habe ich alles selbst eingebaut und Neuteile verwandt, auf den folgenden Bildern sieht man auch, was sonst mit Belag und Scheibe passieren kann. Nicht nur der Belag ist hin, auch die Bremsscheibe ist nicht mehr zu gebrauchen gewesen, zudem hat der Wagen einseitig gebremst. Nicht auszudenken, was passiert, wenn bei einem starken Bremsmanöver der Stift in Gänze in den Nut rutscht...

Wenn man nicht alles selbst macht...

Bei der vorderen Bremse gibt auch etwas Ungewöhnliches. Auf einem Gleitbolzen befindet sich eine Gummitülle, doch davon mehr im Bericht.

Anbei eine Explosionszeichnung der vorderen Bremse. Die Gleitbolzen haben die Bezeichnung 33-998. Auch vorne gilt das Gebot, alles metallisch blank zu säubern und an den Kontaktstellen richtige  Fett aufzutragen. Bei den Gleitbolzen reicht sehr wenig Fett, es gibt da ein rotes Spezialfett von Mazda in kleinen Tüten, was aber schon recht teuer ist.

Egal, so es die Gummitülle nicht aufweicht! Beim Ersatz habe ich auch die wärmebehandelte Tarox Zero mit EBC Greenstuffbelägen eingesetzt und bin bis dato recht zufrieden. Ein Tipp noch. Die vordere Bremsscheibe hat 2 löcher für die Fixierschrauben. Setzt ihr die Bremsscheibe vorne an, so liegt sie nicht plan an der Radnabe an! Nehmt Unterlegscheiben und die Radmuttern und schraubt sie vorsichtig über Kreuz an. Erst danach könnt ihr die Fixierschrauben anziehen. Die Passung ist wohl recht genau. Das nachfolgende Bild zeigt eine sauber und korrekt verbaute Bremsanlage vorne.

 

Wir tranken dazu eine Chianti. Wieder im Zimmer angekommen ließen wir die Ereignisse noch einmal Revue passieren, bevor es uns in die Nachtruhe zog. Am nächsten Tag fuhren wir nach dem leckeren Frühstück im Hotel Am Tiergarten gen Köln und besuchten den weltgrößten Grillshop Santos. Ja, das ist schon irre groß und nochmal ja, ich habe eingekauft. Hiernach gings nach Solingen zum Werksverkauf von Jordan-Olivenöl. Die wissen schon, warum da ein großer Tisch mit allerlei Köstlichkeiten zum Probieren aufgebaut ist. Der Geldbeutel wurde auch hier leichter...

Zurück zu Hause angekommen, dürfen wir beide sagen, das war ein tolles Erlebnis: Danke meine liebe Anke!